In den im vorliegenden Band versammelten Forschungsmanuskripten erhAlt Husserls in der Krisis-Abhandlung skizziertes Projekt einer Wissenschaft von der Lebenswelt die Gestalt ausfA1/4hrender Arbeit. In detaillierten deskriptiven Analysen werden wesentliche Dimensionen und Strukturen der Lebenswelt zur Sprache gebracht sowie die sinnbildenden aktiven und passiven Leistungen untersucht, in denen sich das Sinngebilde einer jeweils geltenden Lebenswelt als Totalerwerb einzelsubjektiver und intersubjektiver Erfahrung und Praxis konstituiert. Schwerpunkte von Husserls Analysen sind die Horizontstruktur der Welterfahrung, die Vorgegebenheit als primAre Gegebenheitsweise der Lebenswelt, ihre Orientierungsstruktur, die Lebenswelt als personale Welt der Praxis, Struktur und Genesis der Weltapperzeption, die eigentA1/4mliche ApodiktizitAt des Seins der Welt, die Bedeutung der NormalitAt fA1/4r die Konstitution einer intersubjektiven Welt sowie das VerhAltnis der vielen subjektiv-relativen Umwelten zu der einen als an sich seiend vermeinten Welt.
Mit seinen zahlreichen aus zwei Jahrzehnten stammenden, nach sachlichen Gesichtspunkten angeordneten Texten bietet der vorliegende Band eine notwendige ErgAnzung zu den A1/4berwiegend programmatischen und methodologischen A"uAerungen Husserls zur Lebenswelt in der Krisis-Abhandlung (Husserliana VI) und zu dem auf diese Abhandlung bezogenen, werkgeschichtlich orientierten ErgAnzungsband (Husserliana XXIX).