Wechselmodell (D), Doppelresidenz (A), Alternierender Obhut (CH) nennt man ein Konzept des Getrennterziehens nach Trennung/Scheidung, bei dem beide Eltern ihre Kinder ungefaehr zu gleichen Teilen abwechselnd betreuen und so im Alltag des Kindes weiterhin eine tragende Rolle spielen. Statt Aufteilung in einen Alleinerziehenden und einen Besuchselternteil, bleiben Mutter und Vater gleichberechtigt und -verpflichtet in ihrer elterlichen Verantwortung und somit den Kindern als enge Bezugspersonen erhalten. Von diesem Betreuungsmodell koennen Kinder, Muetter und Vaeter profitieren. Was in Skandinavien laengst der Normalfall ist und in vielen Laendern sogar gesetzliches Leitbild, wird auch in Deutschland, OEsterreich und der Schweiz immer haeufiger gelebt und gerichtlich angeordnet. Wenn getrennt erziehende Eltern sich fuer ein Betreuungsmodell entscheiden wollen, haben sie Fragen nach den psychologischen Folgen fuer ihre Kinder, zu den Vor- und Nachteilen der Betreuungsmodelle, den Voraussetzungen und Grenzen des Moeglichen, den rechtlichen Rahmenbedingungen, aber auch viele praktische Fragen: Wie soll das in unserem Alltag funktionieren?